„Vorbildlich“: Verein für Burkina Faso
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Dachau/Ouagadougou – Der Dachauer Verein „Perspektiven für Burkina Faso“ hat eine Delegation nach Burkina Faso entsandt, um den Fortschritt seiner Programme in Bildung, Energie, Gesundheit und Armutsbekämpfung zu prüfen, Meilensteine einzuweihen und mit staatlichen Stellen über nächste Schritte zu sprechen. An der Reise nahmen Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Geschäftsführerin Irmgard Hetzinger-Heinrici, Vorstandsmitglied Dominik Zachmann und Fotograf Walter Korn teil; sämtliche Kosten wurden privat getragen.
Der erste Höhepunkt war die feierliche Inbetriebnahme der weiterführenden Schule in Sam-Nidaga. Die Anlage entstand in nur zwei Jahren in Partnerschaft mit der burkinischen NGO El Shama Educare, komplett finanziert aus deutschen und burkinischen Spenden. Auf drei Jahrgangsstufen können dort 240 Jugendliche unterrichtet werden. Eine von Unternehmer Josef Götz finanzierte Photovoltaikanlage liefert verlässlich Strom für Licht, Computer und Laborgeräte und verringert gleichzeitig die Betriebskosten.
Direkt neben dem neuen Campus ging der „Toni-Brunnen“ ans Netz. Er versorgt die Schule sowie die rund 3000 Einwohner der Dörfer Sam und Nidaga ganzjährig mit sauberem Wasser. Die Schmitz-Stiftung sowie Spenderin Rosmarie Böswirth ermöglichten das Projekt.
Im politischen Teil der Reise traf die Gruppe den deutschen Botschafter Alexander Becker, der die Aktivitäten als „vorbildlich“ bezeichnete und logistische Unterstützung anbot. Bei einem Termin im Außenministerium dankte die stellvertretende Außenministerin Stella Eldine Kabré für den Schulbau, sicherte offizielle Begleitung zukünftiger Vorhaben zu und benannte einen festen Ansprechpartner für den Verein.
Hetzinger-Heinrici meinte: „Es gibt noch viel zu tun im Bereich Bildung, Erwachsenenbildung, Energie und Gesundheit sowie natürlich bei der Bekämpfung der Armut. Weil wir alles ehrenamtlich machen, können Spenden direkt in unsere Projekte vor Ort fließen. Die Reise hat hier einen neuen Schub gegeben und weitere Türen geöffnet. Wir freuen uns auf alles, was kommt, und sind für jede Unterstützung – sei es personell oder finanziell – dankbar. Es lohnt sich!“DN
Quellenangabe: Dachauer Nachrichten vom 27.01.2026, Seite 31