Dachau – Der Verein „Perspektiven für Burkina Faso“ hat nicht nur einen neuen Vorstand gewählt, sondern auf seiner Jahresversammlung im Schützenheim des Gasthauses Drei Rosen auch eine Satzungsänderung beschlossen. Bisher gab es einen ersten und einen zweiten Vorsitzenden, einen Schriftführer und einen Schatzmeister. Nun beschloss die Mitgliederversammlung, dass es künftig bis zu zwei Schatzmeister und bis zu zwei Schriftführer geben darf.
Diese Neuregelung wurde auf der Versammlung gleich umgesetzt. Als Vorsitzender wurde Bernhard Seidenath wiedergewählt, seine Stellvertreterin bleibt Jeanette Huber. Schriftführer sind künftig Bernd Wanka und neu Carlos Benede.
Beim Posten des zweiten, gleichberechtigten Schatzmeisters kamen die Wahlen ins Stocken: Seidenath unterbrach die Versammlung kurz, um mit einigen potenziellen Kandidaten unter vier Augen zu sprechen. Dank seiner Überredungskünste stellte sich Beisitzer Franz Elender bereit, das Amt gemeinsam mit Irmgard Hetzinger-Heinrici zu übernehmen, die ihre Tätigkeit als Schatzmeisterin weiterführen wird.
Allerdings nicht sofort – Elender wird das Amt erst ab September 2027 antreten, da es vorher aus beruflichen Gründen nicht möglich sei. Bis dahin bleibt er als Beisitzer im Verein aktiv. Als Beisitzer wurden außerdem Alexandra Gorges, Angelika Gumowski, Angelika Kniesl, Wilhelm Kirchensteiner, Christian Kiening, Josef Götz und Robin Schmitz gewählt. Kassenprüfer bleibt Günther Gensberger. Alle Posten wurden einstimmig gewählt.
Dominik Zachmann wurde in diesem Jahr in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Geschäftsführer bestellt und trat damit in die Fußstapfen von Irmgard Hetzinger-Heinrici, die dem Verein als Schatzmeisterin erhalten bleibt. Zachmann und Seidenath gaben vor den Wahlen einen Rückblick über die Vereinsarbeit von 2019 bis 2025. Darunter fallen Projektarbeiten in den Bereichen Bildung, wie die Unterstützung von Kindergärten, Aus- und Weiterbildung sowie der Schul- und Brunnenbau. Weiterhin soll auch in Energieprojekte wie Solar und Biogas investiert werden und die wirtschaftliche Zusammenarbeit für die Vermarktung von Sheabutter und Mangos geprüft werden.
Derzeit läuft ein Projektvertrag mit „1000 Schulen für unsere Welt e.V.“ für eine Krankenstation am Waisenhaus Hotel Maternel sowie die Vorbereitungen zum Bau eines angegliederten Lehrerzimmers am Schulstandort Kokologho. „Beachtlich, was wir da geleistet haben“, fasste Seidenath zusammen.
Finanziell steht der Verein laut dem Bericht von Irmgard Hetzinger-Heinrici zwar auf soliden Beinen, für viele Projekte werden aber noch dringend Spenden benötigt. Große Sprünge sind nach dem Schulhausbau derzeit nicht möglich. Eine angefragte Beteiligung an einem Projekt in Burkina Faso mit dem Ziel, ein Ausbildungszentrum zu errichten, lehnte Seidenath ab. „Das übersteigt unsere Kapazitäten“, so der Vorsitzende.
Auf der Website sowie im neuen Instagram-Auftritt des Vereins sind die Möglichkeiten zu erfahren, wie man spenden kann. Den neuen Social-Media-Auftritt hat Robin Schmitz konzipiert, der sich auch um die Homepage und die Flyer kümmert.
SIMONE WESTER
Quellenangabe: Dachauer Nachrichten vom 13.08.2026, Seite 31