Projekte

Perspektiven schaffen durch Bildung I

Im Granit-Steinbruch von Pissy leben Hunderte von Kleinkindern, deren Eltern dort für einen minimalen Lohn arbeiten. Einige Kinder konnten bereits in einer Kindertagesstätte mit Grundschule untergebracht werden. Diese wurde mit einfachsten Mitteln durch einen lokalen Verband der Kinder- und Jugendhilfe AEJTB eingerichtet. Gerne unterstützen wir diese Initiative. Nach und nach sollen alle Klein- und Grundschulkinder des Steinbruchs diese Einrichtung besuchen. Dort können sie, je nach Alter, geschützt spielen, die Vor- oder Grundschule besuchen, während die Mütter abwechselnd für sie kochen. Hierfür muss die Einrichtung baulich erweitert und mit Personal aufgestockt werden.

Perspektiven schaffen durch Bildung II

Einer der wichtigsten Bausteine für die Verbesserung der Lebensumstände vor Ort ist Bildung. Wir möchten die Großgemeinde Kokologho mit großem Einzugsgebiet und 45 000 Einwohnern bei ihren Plänen, ein Gymnasium zu bauen, unterstützen. Wir möchten dies im Rahmen des Programms „1.000 Schulen für unsere Welt“ umsetzen – mit erfahrenen Partnern in Bayern und vor Ort. Das Ausbildungszentrum des lokalen Verbands für Kinder- und Jugendhilfe AEJTB nimmt Jugendliche auf, die über keine oder nur geringfügige schulische Ausbildung verfügen. Dort werden sie in bescheidensten räumlichen und ausstattungsmäßigen Verhältnissen in den Ausbildungsbe rufen Schneider/in-Näher/in und Schweißer/in-Metallverarbeiter/in ausgebildet. Wir möchten dieses Ausbildungszentrum unterstützen, etwa bei der Anschaffung von Materialien, die für die Ausbildung benötigt werden.

Perspektiven schaffen durch Hilfe zur Selbsthilfe

Wir denken dabei an

  • eine direkte Unterstützung von Mensch zu Mensch, von Ort zu Ort, mittels direkter Handelsbeziehungen,
  • einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände in einem der ärmsten Länder der Erde durch Unterstützung ihrer
  • eigenen Anstrengungen vor Ort mit Finanzmitteln, Beschaffung von Ausstattung und Beratung,
  • die Stärkung der heimischen Produktion: etwa indem wir bei Zertifizierungsverfahren unterstützen und so den Export der Erzeugnisse ermöglichen. So wollen wir helfen, Erlöse ins Land zu holen und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Beispiel ist die Sheabutter, deren Rohstoff in fast unerschöpflichen Mengen im Land vorhanden ist.
  • eine Verbesserung der Wasserversorgung auf dem Land.

Shea-Butter

Wertschöpfung ins Land holen! Einer der vielen hochwertigen Rohstoffe von Burkina Faso, der in fast unerschöpflich großen Mengen und im ganzen Land vorhanden ist, ist die Shea-Butter. Um Zugang zum europäischen oder Weltmarkt per Zertifizierung zu erhalten, muss die Produktion nach internationalen Standards stattfinden. Wir möchten die burkinische Kleingenossenschaft «Aktion Solidarität mit Frauen und Kindern Burkina Faso“ ABASF/E bei der Professionalisierung ihrer Produktion unterstützen und begleiten.

Nähmaschinen für das Berufsförderzentrum Claude

Das erste aktive Projekt unseres Vereins, für welches wir Spenden sammeln möchten, soll darin bestehen, das ansässige Berufsförderzentrum mit weiteren Nähmaschinen auszurüsten. Die Möglichkeit zu Nähen wurde als sehr großer Wunsch der jungen Menschen vor Ort von uns erkannt. Es wurde ein Bedarf von 20 Nähmaschinen ermittelt, um allen Interessenten das Nähen zu ermöglichen. Eine Nähmaschine kostet 100 Euro.

Jugendliche ohne oder nur mit lückenhafter Schulbildung haben kaum eine Chance, selbständig für ihren Unterhalt sorgen oder einen Arbeitsplatz zu finden. In Burkina Faso befindet sich ein großer Teil der Jugendlichen in so einer Situation. Die Kinder- und Jugendhilfeorganisation AEJTB betreibt eine Einrichtung zur Nachschulung und Berufsausbildung für diese Gruppe und bietet eine Ausbildung im Berufsbild Schneider(in) und Schweißer(in) an. Wir möchten der Schule dabei helfen, ihre Arbeits- und Unterrichtsausstattung zu verbessern.

Bis jetzt konnten 1000 Euro an Spenden gesammelt werden!

Status zum 10. Juni 2020

Es konnten zunächst sechs Nähmaschinen beschafft werden:

Perspektiven auf dem Gebiet der Gesundheit

Die Organisation Aimes Afrique ermöglicht für Kranke kostenlose Untersuchungen, Operationen und Behandlungen, die von Fachärzten durchgeführt werden. Dies geschieht jeweils unter Einbindung lokaler Ärzte und Pfleger. Derartige Einsätze möchten wir künftig auch in Burkina Faso ermöglichen – unter Einbindung burkinischer Ärzte und Pfleger, um deren Know-How zu fördern und kranken Menschen nachhaltig zu helfen. Wir wollen dabei mit der Togo-Hilfe „Aktion PiT“ aus unserem Nachbarlandkreis Fürstenfeldbruck kooperieren, die sich im Nachbarland Togo für diese Form der medizinischen Versorgung bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich engagiert.

Zur Gewährleistung einer buchstäblich gesunden Aktivität der Menschen in Burkina Faso wird eine Kooperation mit dem Projekt „Santé pour tous“ der Organisation Aimes-Afrique von Dr. Michel Kodom angestrebt. Ärzte aus Burkina Faso sollten dazu an einem der nächsten Einsätze im Norden Togos unter der Ägide von Aimes-Afrique im Norden Togos teilnehmen und sich so auf einen Einsatzauch in Burkina Faso vorbereiten. Näheres hierzu findet sich unter https://www.aimes-afrique-allemagne.org/. Dr. Michel Kodom hat dieses enorm segensreiche Ärztenetzwerk Aimes-Afrique mit seinen vielfältigen Einsätzen im Jahr gegründet. Es bringt den Menschen vor Ort durch Ärzte von vor Ort echte Hilfe. Denkbar ist, dass Ärzte aus Burkina Faso an dem Ärzteeinsatz im August 2020 im Norden Togos teilnehmen. Der Einsatz wird vom 10. bis 14. August in Tone und Tandjoarè stattfinden, die Operationen anschließend im Regionalkrankenhaus in Dapaong. Die Kosten des gesamten zweiwöchigen Einsatzes (mit Untersuchungen und Operationen) werden auf 58.500,- € kalkuliert. Die ausschließlich auf die Burkina-Ärzte bezogenen Kosten sind mit 7.165,- € angesetzt. Insgesamt sollen 2.500 Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden – eine echte Herausforderung in so wenigen Tagen – und ca. 250 Operationen. Aber die Aimes-Afrique-Ärzte schaffen das! Das stellen sie mehrfach innerhalb eines Jahres unter Beweis!“

Corona

Folgend ein Bericht von Claude Francois Quedraogo, dem Landesdirektor der nationalen Koordinierungsstelle der Kinder- und Jugendarbeiterverbände in Burkina Faso (CN/AEJTB) über die Verwendung von 1000 Euro Spontanhilfe, welche von uns Vereinsmitgliedern angesichts der Corona-Epidemie insgesamt gespendet wurden:

Perspektiven bei der Energieversorgung

Wir möchten die lokalen Bemühungen um
eine Verbesserung der Energieversorgung auf
nachhaltigem, klima- und umweltschonendem
Weg unterstützen. Besser genutzt werden sollte die Energie, die ohnehin da ist, insbesondere
die Sonnenenergie. Einbeziehen wollen wir dabei auch die Expertise aus unserem Landkreis
Dachau für die Menschen in Burkina Faso.

Brunnenbau

Die Bevölkerung von Burkina Faso ist sowohl in Teilen der Hauptstadt als auch auf dem Land immer noch auf Brunnen angewiesen, um Wasser zum Leben zu erhalten. Nach wie vor ist der Weg zum nächsten Brunnen oftmals weit. Wir möchten es Privatspendern ermöglichen, an besonders bedürftigen Orten sich an den Kosten für den Bau eines Brunnens zu beteiligen.